Vortrag von Prof. Dr. Martin Diekmann, Bremen

Viele Pflanzenarten sind im Verlauf der letzten Jahrzehnte aus unserer Landschaft verschwunden oder selten geworden. Sie leiden unter Lebensraumverlust, Umweltveränderungen und Habitatfragmentierung. Auch dort, wo Habitate durch Naturschutzmaßnahmen renaturiert worden sind, stellt sich die für diese Habitate typische Pflanzengemeinschaft aufgrund starker Ausbreitungslimitierung nicht oder nur sehr langsam wieder ein. Wiedereinbürgerungen (bzw. Neueinbürgerungen oder Populationsstützungen) von Pflanzenarten können in solchen Situationen andere Naturschutzmaßnahmen ergänzen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die in Deutschland bisher erfolgten Wiedereinbürgerungsprojekte und soll Antworten auf einige Fragen im Zusammenhang mit Wiederansiedlungen geben: Für welche Arten und unter welchen Voraussetzungen sind Wiedereinbürgerungen von Pflanzen sinnvoll? Welche Arten sollten wir national oder lokal für Projekte auswählen? Wie sollten Wiederansiedlungen praktisch durchgeführt werden? Und schließlich: Können wir Arten durch Wiederansiedlungen wirklich helfen?

Beginn: 19.00 Uhr in Biozentrum Grindel, Martin-Luther-King-Pl. 3, Großer Hörsaal

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