Naturschutz in der Agrarlandschaft – Status quo und Schutzstrategien zur Förderung der Phytodiversität auf Ackerflächen

24. Januar 2018 - 19:00

Vortrag von Dr. Stefan Meyer (Georg-August Universität-Göttingen, Ökologie und Ökosystemforschung)

Seit mehr als 7000 Jahren hat der Ackerbau die Kulturlandschaft in Mitteleuropa entscheidend geprägt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts trug er zur Bereicherung der Artenvielfalt bei. Seitdem haben sich die Agrarökosysteme so grundlegend gewandelt, dass die Aussage „Unkraut vergeht nicht“ hier schon lange nicht mehr zutrifft; viele der Arten haben sich buchstäblich „vom Acker gemacht“. Aktuelle agrarpolitische Beschlüsse wie zum Energiepflanzenanbau werden die Krise noch verschärfen. Wie können in dieser Situation nachhaltige, effiziente Förderprogramme aufgestellt werden?
Stefan Meyer koordiniert das bundesweite Projekt „100 Äcker für die Vielfalt“ und ist für sein Engagement im letzten Jahr mit der “Silberpflanze“ der Loki Schmidt -Stiftung ausgezeichnet worden. Er stellt in seinem Vortrag aktuelle Ergebnisse zum Wandel der Ackerwildkrautflora vor, bewertet die aktuelle Situation und diskutiert neue, innovative Schutzkonzepte, um dem Artenverlust in der Agrarlandschaft entgegenzuwirken.

Ort: Biozentrum Grindel Martin-Luther-King-Pl. 3, Beginn 19 Uhr

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