Bäume sind schön und beleben die Landschaft- aber an der falschen Stelle sind sie leider für die Ausbreitung schützenswerter Tier- und Pflanzenarten hinderlich.

Sumpfveilchen mit aufgehender Frucht

Sumpfveilchen mit aufgehender Frucht

Und so ist es auch an manchen Stellen im NSG Hummelsbütteler Moore, das der Botanische Verein zu Hamburg betreut und in dem er Pflegemaßnahmen durchführt, wie am letzten Sonnabend, dem 14.September.

Im Ohlkuhlenmoor, in Sichtweite der Bodendeponie, schwangen Mitglieder des Botanischen Vereins den Spaten, zogen, zerrten und schnitten, um vor allem den Erlenjungwuchs beizeiten zu hindern sich zu Bäumen zu entwickeln.

Auf dem Moorboden schießen die Erlen förmlich in die Höhe und drohen, den kleinen Moorpflanzen wie dem Sumpfveilchen oder der Moosbeere Licht und Wasser streitig zu machen.

Der Himmel meinte es mit den Botanikern gut, denn der Regen begann erst nachmittags zu tröpfeln.

Eine Fortsetzung der Pflegemaßnahmen ist für den 28. September im Hüsermoor angesagt, das ebenfalls vor dem Zuwachsen mit Gehölzen bewahrt werden soll.

Es geht aber auch im Dezember noch weiter:

Um den Torfmoosen und der Glocken- und Besenheide zu ermöglichen, sich gegen das ausbreitungsfreudige Pfeifengras durchzusetzen, wird alljährlich im Winter das trockene Gras von den wichtigsten Flächen abgeharkt. Damit wird die frühere Nutzung als Streuwiese nachgeahmt, als man das strohige Gras zur Stalleinstreu verwendete- eine längst nicht mehr praktizierte Pflegenutzung.

Da die immergrünen Torfmoose und Heide-Arten auch im Winter assimilieren können, wenn es nicht friert, ziehen sie einen Vorteil aus der Licht-Stellung.

Nähere Informationen erhält man bei Horst Bertram vom Botanischen Verein: Tel. 040/601 60 53, Horst.F.Bertram@gmx.de

Zurück