25.03.2010
In den Mitteilungen Ende 2009 hatten wir über das Schicksal eines kleinen Uferstreifens gegenüber dem alten Moorburger Anleger berichtet. Der Botanische Verein hatte sich bei der Hamburger Port Authority (alten Hamburgern besser bekannt in gutem Deutsch als Strom- und Hafenbau) darüber vor Jahresfrist beklagt, dass hier Schutt in großen Mengen in den geschützten Tide-Lebensraum hineingekippt worden ist . HPA vermochte monatelang nicht die Besitzverhältnisse zu klären. Im September vorigen Jahres wurde uns bei einem Gespräch bei HPA schließlich mitgeteilt, die Einschüttungen würden bis zum 31.12.2009 beseitigt werden.
Bei einem Besuch in der 2.Hälfte des Februar 2010 wurde von uns festgestellt, dass der verbotene Eingriff in den gesetzlich geschützten Biotop nicht rückgängig gemacht worden ist. Für einen vergleichbaren Eingriff beim Kraftwerkbau in der Nähe muss Vattenfall erhebliche Ausgleichsmaßnahmen leisten! HPA legt Wert darauf im Hafen als Naturschutzbehörde zuständig erklärt worden zu sein.Warum diese Institution sich dann nicht aus eigener Verantwortung wenigstens um zügige Schadensminderung (oder gar Ausgleich) bemüht hat, wurde uns bisher nicht mitgeteilt.
Text: Horst Bertram