ND Poppenbüttler Graben

Das Naturdenkmal Poppenbüttler Graben ist ein Kleinmoor, es verläuft parallel zum Kupferteichweg, umfasst die Geländesenke im Oberlauf des Poppenbüttler Grabens und liegt innerhalb der von dem ortsansässigen Reiterhof bewirtschafteten Weiden. Es ist nicht durch Wege erschlossen und kann nicht begangen werden.

Die nassesten Stellen werden von Großseggen-Riedern, Grauweidengebüschen oder Moorbirkenbruchwald eingenommen. Erstaunlich ist die selbst in trocknen Sommern festzustellende Nässe.


Auf kleinem Raum ist eine hohe Zahl besonders schützenswerter Pflanzenarten der Moore anzutreffen: Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia, RL HH 1), Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe, RL HH 1), der Beinbrech (Narthecium ossifragum, RL HH 1), das Waldläusekraut (Pedicularis sylvatica, RL HH 1)und die Moosbeere (Vaccinium oxycoccus, RL HH 1).


Noch erstaunlicher ist die auf kleinem Raum anzutreffende Zahl besonders schützenswerter Pflanzenarten der Moore, die sich beiderseits an die Seggen- und Gebüschzone anschließen. Hier finden sich kräftige Bestände des Waldläusekrautes (Pedicularis sylvatica), der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), der Beinbrech (Narthecium ossifragum) – Pflanze des Jahres 2011 – sowie die Moosbeere (Vaccinium oxycoccus), ferner 9 verschiedene Arten von Seggen ( Carex sp.) und 7 Binsen-Arten (Juncus sp.) und als Highlight sogar ein kleiner Bestand des Lungenenzians (Gentiana pneumonanthe). Daher verdient dieses Gebiet besonders sorgfältige Pflege.

Die ständige Einwanderung von Gehölzen zeigt, dass diese Arten nur durch eine angepasste Bewirtschaftung vor der durchsetzungskräftigen Konkurrenz bewahrt werden können. Diese erfolgte früher durch Rinderbeweidung, die freilich mal zu intensiv und dann wieder zu zaghaft erfolgte oder ganz ausfiel.

Zur Zeit ist die Bewirtschaftung der durch die Sprinkenhof AG verpachteten Flächen des Naturdenkmals entweder gar nicht gegeben, oder sie erfolgt zu intensiv, so dass die Kuckuckslichtnelke (Silene flos-cuculi) nicht zum Blühen kommt, wo sie doch früher Massenbestände ausbildete, die die Wiesen im Frühjahr rosa färbten.

Der Botanische Verein hat im September 2010 Teile des Gebietes in einem Pflegeeinsatz entkusselt, unter anderen mit Hilfe von Jugendlichen unter der Regie des Vereins „Rückenwind“, und eine weitere Teilfläche durch die Firma GaLa-Bau, die schon im Spätwinter 2010 Gehölze gerodet hatte. Diese Bemühungen werden weitergehen müssen.

Gebietsbetreuer Dr. Joachim Horstkotte

 

Karte ND Poppenbüttler Graben

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